Dein Smartphone kann Standort, Kontakte und Gewohnheiten kennen. Viele Informationen werden für praktische Funktionen benötigt. Doch nicht jede App braucht Zugriff auf alles. Sieben Einstellungen verdienen besondere Aufmerksamkeit.

1. Standortzugriff

Wetter, Navigation und Lieferdienste können Standortdaten benötigen. Prüfe, welche Apps Zugriff haben, und wähle wenn möglich „Nur während der Nutzung“ oder den ungefähren Standort.

2. Mikrofon und Kamera

Videoanrufe brauchen diese Berechtigungen. Andere Apps sollten sie nur aus nachvollziehbaren Gründen erhalten. Prüfe die Berechtigungen in den Datenschutzeinstellungen.

3. Fotos

Manche Apps brauchen nur ein einzelnes Bild. Wo das Betriebssystem es ermöglicht, ist die Auswahl einzelner Fotos oft sinnvoller als der volle Zugriff auf die Mediathek.

4. Werbe-Tracking

Apps und Werbenetzwerke können Informationen zur Personalisierung von Werbung verwenden. iPhone und Android bieten entsprechende Kontrollmöglichkeiten. Eine Einschränkung verhindert jedoch nicht jede Datenerhebung.

5. Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm

Private Nachrichten oder Einmalcodes können sichtbar werden. Prüfe, ob Nachrichtenvorschauen im gesperrten Zustand angezeigt werden sollen.

6. Veraltete Apps und Betriebssysteme

Sicherheitsupdates schließen Schwachstellen. Aktiviere nach Möglichkeit automatische Updates und entferne nicht mehr benötigte Anwendungen.

7. Ungesicherte Konten

Verwende starke, unterschiedliche Passwörter und zusätzliche Anmeldungssicherung wie Passkeys oder Zwei-Faktor-Authentifizierung.

So überprüfst du deine Einstellungen

Android: Öffne die Einstellungen und suche nach Datenschutz, Sicherheit oder Berechtigungsmanager. Die Bezeichnung variiert je nach Hersteller.

iPhone: Öffne Einstellungen und danach Datenschutz & Sicherheit.

In fünf Minuten mit der wichtigsten App beginnen

Öffne unter Android die Einstellungen, dann „Apps“, wähle eine App und anschließend „Berechtigungen“. Über den Berechtigungsmanager kannst du auch alle Apps mit einem bestimmten Zugriff vergleichen. Je nach Hersteller heißen die Menüs etwas anders.

Auf dem iPhone findest du die zentralen Freigaben unter „Einstellungen“ und „Datenschutz & Sicherheit“. Im Unterpunkt „Tracking“ kannst du erteilte Zustimmungen kontrollieren. Das Einschränken von Tracking macht dich nicht vollständig anonym.

Entziehe zuerst unnötige Zugriffe und teste anschließend, ob die gewünschte Funktion noch arbeitet. Wenn eine Navigations-App danach deinen Standort nicht mehr findet, kannst du gezielt den nötigen Zugriff wieder erlauben, statt pauschal alles freizugeben.

Häufige Frage: Ist eine App mit vielen Berechtigungen gefährlich?

Nicht automatisch. Eine Videochat-App benötigt nachvollziehbar Kamera und Mikrofon. Entscheidend sind Zweck, Umfang und Zeitpunkt des Zugriffs. Eine Funktion, die du nicht verwendest, braucht meist auch keine dauerhafte Freigabe.

Fazit

Nicht jede App-Berechtigung ist gefährlich. Entscheidend ist, ob sie wirklich nötig ist. Regelmäßige Kontrollen und Updates reduzieren vermeidbare Risiken.

Quellen und redaktioneller Stand

Redaktionell überarbeitet am 2. November 2026. Funktionen, Tarife und Verfahrensstände können sich ändern. Beitragsbild: Symbolische Illustration, keine Aufnahme eines Produkttests oder des beschriebenen Ereignisses.

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