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Winterreifenpflicht Österreich 2026: Diese Regeln gelten

Winterreifenpflicht in Österreich 2026: Zeitraum, Profiltiefe, Ganzjahresreifen und typische Fehler verständlich erklärt.

DIGITAL CLEVER · 4. NOVEMBER 2026 · 3 MINUTEN LESEZEIT

Symbolbild mit Winterreifen und verschneiter Straße
Redaktionelle Symbolillustration. Keine dokumentarische Aufnahme des berichteten Ereignisses.

Was gilt vom 1. November bis 15. April?

In Österreich besteht für Pkw und leichte Lkw bis 3,5 Tonnen eine situative Winterausrüstungspflicht. Bei Schnee, Schneematsch oder Eis sind grundsätzlich geeignete Winterreifen auf allen Rädern erforderlich. Auf trockener Fahrbahn besteht nicht automatisch eine Winterreifenpflicht. Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern sind nur dann eine zulässige Alternative, wenn die Fahrbahn durchgehend oder nahezu durchgehend von Schnee oder Eis bedeckt ist.

Fehler 1: Falsche Annahmen zur Pflicht

Wer glaubt, Sommerreifen seien vom 1. November an immer verboten, liegt falsch. Allerdings können sich Straßenverhältnisse unterwegs ändern. Rechtzeitig geeignete Bereifung zu montieren ist daher vernünftig.

Fehler 2: Zu wenig Profil

Winterreifen in üblicher Radialbauweise benötigen mindestens vier Millimeter Profiltiefe, Diagonalreifen fünf Millimeter. Eine Winterkennzeichnung allein reicht bei zu wenig Profil nicht aus.

Fehler 3: Ganzjahresreifen falsch einschätzen

Ganzjahresreifen können die österreichischen Anforderungen erfüllen, wenn Kennzeichnung und Profiltiefe stimmen. Vor dem Kauf sind Fahrzeugvorgaben und unabhängige Tests hilfreich.

Fehler 4: E-Autos für ausgenommen halten

Die Vorschriften gelten auch für Elektroautos. Zusätzlich müssen Reifendimension und Tragfähigkeit zu den Fahrzeugvorgaben passen.

Fehler 5: Strafen unterschätzen

Bei Verstößen drohen Geldstrafen. Die Höhe hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Auch eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer kann dabei relevant werden.

Fehler 6: Unfallfolgen vergessen

Bei einem Unfall können ungeeignete Reifen für Haftungs- und Versicherungsfragen relevant werden. Die Bewertung hängt vom konkreten Fall und einem möglichen Zusammenhang mit dem Unfall ab.

Fehler 7: Nur auf den Preis achten

Wichtig sind Bremsleistung auf Nässe und Schnee, passende Tragfähigkeit und geprüfte Qualität. Ein günstiger Reifen ist nicht zwangsläufig schlecht, ein teurer nicht automatisch gut.

Fazit

Wer rechtzeitig geeignete Reifen mit ausreichend Profil montiert und die Wetterlage beachtet, verbessert die Sicherheit und vermeidet vermeidbare rechtliche Probleme.

Quellen
https://www.bmimi.gv.at/verkehrssicherheit/massnahmen/winterreifen.html

Redaktionsstand: 4. November 2026. Angaben und Einordnung beruhen auf den verlinkten Quellen.