ChatGPT gegen Google: Was die neue Suchzahl wirklich aussagt
OpenAI vergleicht ChatGPT-Suchen mit Googles Suchvolumen. Was hinter der 20-Prozent-Angabe steckt und warum sie keinen Marktanteil belegt.

OpenAI nennt eine auffällige Zahl
Ein OpenAI-Produktverantwortlicher erklärte laut 9to5Google am 3. November, ChatGPT führe Websuchen in einer Größenordnung von rund 20 Prozent des Google-Suchvolumens aus. Diese Einordnung stammt von OpenAI und ist keine unabhängig überprüfte Marktanteilsmessung.
Was unterscheidet KI-Suche und Google?
Klassische Suchmaschinen liefern vor allem Links und weitere Suchfunktionen. KI-Assistenten versuchen, Informationen unmittelbar zu bündeln und in ganzen Sätzen zu erklären. Wer etwa E-Auto-Kosten vergleichen möchte, kann eine konkrete Frage stellen und erhält zunächst eine Zusammenfassung.
Verliert Google deshalb seine Bedeutung?
Das lässt sich aus der Zahl nicht ableiten. Google entwickelt selbst KI-Funktionen, und die Systeme unterscheiden sich in Nutzung und Zählweise. Eine Websuche in ChatGPT ist nicht zwingend mit einer Google-Suchanfrage vergleichbar.
Risiken der KI-Suche
KI-Antworten können veraltete Daten, ungenaue Quellenangaben oder sachliche Fehler enthalten. Bei wichtigen Entscheidungen sind Originalquellen und deren Veröffentlichungsdatum entscheidend.
Was bedeutet das für Webseiten?
Für Online-Magazine zählen nachvollziehbare Quellen, originelle Beispiele und eigenständige Recherche. Wer nur bereits Bekanntes zusammenfasst, bietet Lesern möglicherweise wenig zusätzlichen Nutzen.
Fazit
ChatGPT ist eine wachsende zusätzliche Möglichkeit, Informationen zu finden. Das Ende der klassischen Suchmaschine ist damit nicht belegt.
Quellen
Redaktionsstand: 4. November 2026. Angaben und Einordnung beruhen auf den verlinkten Quellen.