Wer in Deutschland ein vollelektrisches Auto besitzt, kann unter bestimmten Voraussetzungen Geld über die sogenannte THG-Prämie erhalten. Die Anmeldefristen unterscheiden sich je nach Anbieter. Auch für österreichische Autofahrer lohnt sich ein Blick auf die Unterschiede.
Die THG-Prämie ist keine klassische staatliche Kaufprämie für Elektroautos.
Sie basiert auf einem System, mit dem bestimmte Treibhausgasminderungen im Verkehrsbereich wirtschaftlich verwertet werden.
Für das Jahr 2026 werden in Deutschland je nach Anbieter unterschiedliche Auszahlungsbeträge angeboten.
Stand: 31. Oktober 2026
Was ist die THG-Prämie?
THG steht für Treibhausgasminderung.
In Deutschland müssen bestimmte Unternehmen im Kraftstoffbereich gesetzlich festgelegte Minderungsquoten erfüllen.
Unter bestimmten Voraussetzungen können dafür auch rechnerische Emissionsminderungen durch Elektrofahrzeuge berücksichtigt werden.
Private Halter vollelektrischer Fahrzeuge können diese Berechtigung über Dienstleister vermarkten lassen.
Im Gegenzug erhalten sie eine Prämie.
Wie viel Geld gibt es 2026?
Die Auszahlung hängt vom jeweiligen Anbieter und Vertragsmodell ab.
Einen einheitlichen Auszahlungsbetrag gibt es nicht. Prüfe die aktuell verbindlich zugesagte Prämie direkt beim Anbieter.
Dabei ist zwischen garantierten Auszahlungen, möglichen Höchstbeträgen und zeitlich begrenzten Neukundenaktionen zu unterscheiden.
Eine besonders hohe Werbesumme ist nicht automatisch die beste Wahl.
Manche Angebote setzen beispielsweise eine mehrjährige Bindung voraus.
Welche Fristen gelten?
Vermittler können eigene Annahmefristen für das Quotenjahr 2026 festlegen.
Eine pauschale Frist für sämtliche Vermittler nennen wir deshalb nicht.
Der Grund: Vermittler benötigen Zeit, um die notwendigen Unterlagen zu prüfen und die Zertifizierung fristgerecht abzuwickeln.
Wer die THG-Prämie für 2026 beantragen möchte, sollte daher die aktuell gültige Frist des gewählten Anbieters prüfen.
Wichtig: Eine Anbieterfrist ist nicht automatisch die allgemeine gesetzliche Frist.
Wer kann die Prämie erhalten?
In Deutschland kommt die THG-Prämie grundsätzlich für Halter bestimmter rein batterieelektrischer Fahrzeuge infrage.
Plug-in-Hybride sind für die übliche Fahrzeughalter-THG-Prämie nicht berechtigt.
Die genauen Voraussetzungen hängen von der Fahrzeugklasse und den gesetzlichen Bestimmungen ab.
Üblicherweise wird ein Nachweis über die Fahrzeugzulassung benötigt.
Wie beantragt man die THG-Prämie?
1. Anbieter vergleichen
Achte auf die garantierte Auszahlung, die Vertragsdauer und mögliche Gebühren.
2. Vertragsbedingungen lesen
Prüfe insbesondere, ob der Vertrag automatisch verlängert wird oder mehrere Quotenjahre umfasst.
3. Fahrzeugdaten übermitteln
Der Vermittler benötigt die für die Prüfung vorgesehenen Angaben und Unterlagen.
4. Zertifizierung abwarten
Die Berechtigung muss im vorgesehenen Verfahren bestätigt werden.
5. Auszahlung erhalten
Je nach Anbieter kann die Auszahlung unterschiedlich lange dauern.
Gilt die deutsche THG-Prämie auch in Österreich?
Nein, nicht automatisch.
Die deutsche THG-Quote beruht auf deutschen gesetzlichen Regelungen.
In Österreich gibt es eigene Bestimmungen und Vermarktungsmöglichkeiten im Zusammenhang mit erneuerbarem Strom im Verkehr.
Die Voraussetzungen, Berechnung und Auszahlung können sich wesentlich unterscheiden.
Ein in Österreich zugelassenes Elektroauto ist deshalb nicht einfach nach denselben Regeln wie ein deutsches Fahrzeug förderberechtigt.
Österreichische Fahrzeughalter sollten gezielt Angebote prüfen, die ausdrücklich für den österreichischen Markt vorgesehen sind.
Worauf sollte man bei Angeboten achten?
Besonders wichtig sind:
- Garantierter Betrag statt bloßer Höchstprämie
- Laufzeit und Kündigungsbedingungen
- Mögliche Gebühren
- Zeitpunkt der Auszahlung
- Datenschutz bei Fahrzeugunterlagen
- Transparente Angaben zum Vertragspartner
Vorsicht ist angebracht, wenn Anbieter ungewöhnlich hohe Auszahlungen versprechen, aber wichtige Bedingungen nur schwer erkennbar sind.
Häufige Fragen
Ist die THG-Prämie eine staatliche Kaufprämie?
Nein. Sie basiert auf der Vermarktung einer gesetzlich geregelten Treibhausgasminderungsquote.
Gibt es die Prämie auch für Plug-in-Hybride?
Für die übliche deutsche THG-Prämie für Fahrzeughalter sind Plug-in-Hybride nicht berechtigt.
Muss ich jedes Jahr einen neuen Antrag stellen?
Das hängt vom Vertrag ab. Manche Vermittler bieten eine jährliche Anmeldung an, andere mehrjährige Modelle.
Können österreichische E-Auto-Besitzer dieselbe Prämie beantragen?
Nicht nach den deutschen Voraussetzungen. Für Österreich müssen die dort geltenden Regelungen geprüft werden.
Fazit
Die THG-Prämie kann für deutsche E-Auto-Fahrer einen finanziellen Vorteil bringen.
Entscheidend sind jedoch die tatsächliche Auszahlung, die Vertragsbedingungen und die geltenden Anmeldefristen.
Wer noch für 2026 teilnehmen möchte, sollte Angebote und Fristen sorgfältig prüfen, statt sich allein von hohen Werbebeträgen leiten zu lassen.
Für österreichische Fahrzeughalter gelten andere Rahmenbedingungen, die nicht mit dem deutschen System verwechselt werden sollten.
Redaktioneller Hinweis
Dieser Artikel wurde von Digital Clever unabhängig auf Grundlage öffentlich zugänglicher Fachinformationen und gesetzlicher Rahmenbedingungen erstellt.
Redaktionsstand: 31. Oktober 2026. Prämienbeträge und Anbieterfristen können sich ändern.
Es handelt sich um allgemeine Verbraucherinformationen, nicht um eine individuelle Rechts- oder Steuerberatung.
Quellen und weiterführende Informationen
- Umweltbundesamt: Anrechnung von Strom für Elektrofahrzeuge
- Bundesumweltministerium: Fragen und Antworten zur THG-Quote
Beitragsbild: KI-generiertes Symbolbild aus unserer Mediathek; keine Originalaufnahme des Ereignisses und keine garantierte Produktansicht.