Ein QR-Code ist bequem – aber kein Echtheitsnachweis. Beim sogenannten Quishing führen manipulierte Codes zu gefälschten Webseiten. Die Polizeiliche Kriminalprävention hat am 16. Oktober 2026 erneut erklärt, wie die Masche funktioniert. Betroffen sein können Situationen, in denen man schnell bezahlen oder einen Dienst freischalten möchte.
Woran du verdächtige Codes erkennst
Die Polizei nennt unter anderem überklebte Codes an Parkautomaten und Ladesäulen sowie gefälschte Paketbenachrichtigungen. Kontrolliere vor dem Öffnen die angezeigte Zieladresse. Buchstabendreher und ungewöhnliche Zusätze können auf eine falsche Domain hinweisen. Ein aufgesetzter Sticker ist ein Anlass, genauer hinzusehen. Nutze im Zweifel die bereits installierte offizielle Anbieter-App und gib die Stations- oder Zonennummer dort ein. Diese Hinweise stammen aus der Präventionsmeldung der Polizei.
Ein kurzer Prüfablauf für unterwegs
Unsere praktische Empfehlung: Unterbrich den gewohnten Ablauf für einen Moment. Prüfe zuerst den Ort, dann die Adresse und schließlich die verlangte Handlung. Passt beispielsweise eine Aufforderung zur Kontoanmeldung überhaupt dazu, dass du lediglich eine Speisekarte ansehen wolltest? Je weniger die Datenabfrage zum Zweck passt, desto eher solltest du abbrechen.
- Ort: Wirkt der Code nachträglich überklebt oder ausgetauscht?
- Adresse: Erkennst du den tatsächlichen Anbieter eindeutig?
- Handlung: Erwartest du an dieser Stelle eine Zahlung oder Anmeldung?
- Alternative: Kannst du den Vorgang über einen bereits bekannten Zugang erledigen?
Wenn du unsicher bist
Erledige den Vorgang nicht unter Zeitdruck. Frage beim Betreiber über unabhängig ermittelte Kontaktdaten nach. Ein Beispiel: Statt einer Telefonnummer auf einem verdächtigen Aufkleber verwendest du die Kontaktmöglichkeit in deiner schon vorhandenen Anbieter-App. So hängt die Prüfung nicht wieder von derselben möglicherweise manipulierten Information ab.
Halte außerdem die Schritte auseinander: Ein gescannter Code, eine geöffnete Webseite und tatsächlich eingegebene Zugangsdaten sind unterschiedliche Situationen. Falls du Daten übermittelt hast, nutze die auf der Polizeiseite verlinkte Notfall-Checkliste und den offiziellen Kontakt des betroffenen Dienstes.
Mehr zum sicheren Anmelden: Passkeys verständlich erklärt.
Stand: 31. Oktober 2026. Eigener Ratgeber, mit KI erstellt und anhand der verlinkten Quellen geprüft. Vorhandenes KI-Symbolbild; keine Aufnahme eines getesteten Produkts.